Vinzenzkonferenz St. Peter und Paul- Bühl

 
Vinzenz von Paul, geb. am 24. April 1558 in Pouy (heute Saint-Vincent-de-Paul), Frankreich, studierte in den südfranzösischen Städten Dax und Toulouse Theologie. Er wurde im Jahre 1600 zum Priester geweiht, war jahrelang - auch auf eher abenteuerlicher Weise - auf der Suche nach einem einträglichen Amt in der Hl. Kirche. Er kam so im Jahre 1608 nach Paris und begenete in der Hauptstadt zwangsläufig vielen bettelarmen Menschen. Hier vollzog sich in ihm eine wunderbare Wandlung. Er wurde ein hingebungsvoller Pfarrer in Clichy bei Paris. Vinzenz begann durch Predigten in den umliegenden Pfarreien, für eine nachhaltige Unterstüzung der Armen zu werben. Bald fand er Helfer und 1625 entstand daraus die Kongregation der Mission, auch Lazaristen oder "Vincentiner" genannt. 1671 gründete er die erste "Conférence de la Charité" (Vinzenzkonferenz). Vinzenz von Paul starb am 27. September 1660 in Paris. Er wurde am 13. August 1729 durch Papst Benedikt XIII selig- und am 16. Juni 1737 durch Clemens XII heilig gesprochen.
Er gilt als Begründer der neuzeitlichen Caritas und ist in Paris im Mutterhaus der Lazaristen aufgebahrt.
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Antoine Frédéric Ozanam, geb. am 23. April 1813 in Mailand, studierte Rechtswissenschaften in Paris. Er hatte während des Studiums das Gedankengut des Vinzenz von Paul aufgenommen. An der Schwelle des Industriezeitalters erkannte Ozanam sehr früh die Notwendigkeit einer organisierten Caritas und gründete schon als Student eine Caritasbruderschaft. Aus seiner Initiative gingen die heute sehr aktiven Vinzenzkonferenzen hervor. 
1836 promovierte er an der juristischen Fakultät in Paris.
Am 8. September 1853 starb er in Marseille. Er ist in der Krypta der Kirche St.Josef des Carmes des Institut Catholique in Paris begraben. Am 22. August 1997 wurde er in der Kathedrale Notre Dame de Paris von Johannes Paul II. seliggesprochen.

 

In St. Peter und Paul gibt es seit 85 Jahren eine Männervinzenzkonferenz.
Mitglieder unserer hiesigen Konferenz besuchen regelmäßig ältere, alleinstehende Männer der Pfarrei zu Hause , in Pflegeheimen oder im Krankenhaus. Sinn ist es, die Verbindung zur Heimatpfarrei aufrecht zu erhalten, Mut und Zuversicht zu vermitteln und ein wenig Freude in den Alltag zu bringen. Auch zu höheren Geburtstagen sind wir unterwegs und überbringen die Grüsse unseres Pfarrers.  An Weihnachten verteilen wir kleine Geschenke der Pfarrei und überbringen an die Pflegeheime der Stadt finanzielle Zuwendungen für besondere außerordentliche Anschaffungen zum Wohle der Bewohner. 
Wir sind 6 aktive Mitglieder. 
Vorsitzender ist Egon Schempp
Tel. 07223/21305
Stellvertretender Vorsitzender und Kassier  ist Roland Daniel
Tel. 07223/ 24883
In  dankenswerter Weise werden wir immer von Herrn Pastoralreferent Heribert Scherer unterstützt.
Über neue Vinzenzbrüder freuen wir uns.

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Was gibts Neues ?

Termine für 2018


 
Vinzenzkonferenz St. Peter und Paul Jahresbericht 2017
von Roland Daniel
abgegeben am 18. Januar 2018

Besuchsdienst:

Wir haben im Jahr 2017 besucht 102 Geburtstags-Jubilare, im Vorjahr waren es 108 Jubilare.

Im Bühler Krankenhaus haben wir 171 Patienten an 22 Besuchstagen besucht, im Vorjahr waren es 193 Patienten an 21 Tagen. Die geringere Zahl besuchter Patienten resultiert aus der Neustrukturierung des Bühler Krankenhauses und der neuen Aufgabenverteilung innerhalb des Klinikverbundes. Mit der neuen Arbeitsteilung zwischen den einzelnen Häusern sollen die wirtschaftlichen Grundlagen verbessert und damit die wohnortnahe Versorgung auch am Standort Bühl gesichert werden.

In der Woche vor Weihnachten haben wir insgesamt 89 alleinstehende Männer besucht, im Vorjahr waren es 64 Männer. Von den Weihnachtsbesuchen entfielen 7 (im Vorjahr: 10) auf Hausbesuche und 82 (im Vorjahr: 54) auf Besuche in den drei Bühler Alten- und Pflegeheimen. Es fällt auf, dass die durchzuführenden Weihnachtsbesuche in Alten- und Pflegeheimen deutlich zugenommen haben.

Mitglieder unserer Konferenz:

Derzeit sind 7 Mitglieder (einschl. Pfarrer Geißler als geistlicher Beirat) bei der Gemeinschaft der Vinzenzkonferenzen Deutschlands e.V., Düsseldorf, gemeldet. Im Vorjahr waren es ebenfalls 7. Theo Lamprecht gehört der Konferenz seit 2015 als passives Mitglied an.

Die Altersstruktur der Mitglieder stellt sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt dar: - zwischen 50 und 59 Jahre = 1 Mitglied (Pfarrer Geißler) - zwischen 60 und 69 Jahre = 2 Mitglieder - zwischen 70 und 79 Jahre = 2 Mitglieder - 80 Jahre und mehr = 2 Mitglieder

Das Durchschnittsalter der 5 aktiven Mitglieder zum 31. Dezember 2017 betrug 74 ½ Jahre.

Die Monats-Konferenzen wurden im Schnitt von 4 von 5 aktiven Mitgliedern besucht.

Die Tischsammlungen im Jahr 2017 ergaben insgesamt 87,99 Euro (im Vorjahr: 88,00 Euro) bei jeweils 11 Tischsammlungen.

Teilnahme an Veranstaltungen / Tagungen:

Mit dem traditionellen Jahrestreffen im „Radlerstüble" des Haus Alban Stolz am 19. Januar 2017, an dem auch Pastoralreferent Heribert Scherer als Gast teilnahm, nahm die Vinzenzkonferenz St. Peter und Paul, Bühl, ihre Tätigkeit für das Jahr 2017 auf. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Egon Schempp dankte Heribert Scherer, auch im Namen von Pfarrer Geißler, den Vinzenzbrüdern für ihren Einsatz. Als geistlichen Impuls trug er einen berührenden Bericht aus dem Alltag eines Klinikseelsorgers vor, der das Thema aus dem Römerbrief „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes" zum Inhalt hatte. Gemeinsam wurde danach das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen" gesungen. Den Jahresbericht und den Kassenbericht für 2016 erstattete Schriftführer und Kassier Roland Daniel. Das Jahrestreffen klang bei einem gemütlichen Beisammensein, bei dem eine Riesen-Feinschmecker- Brezel und Wein für das leibliche Wohl sorgten, aus.

Der Vorsitzende Egon Schempp war am 14. März 2017 Teilnehmer an der Mitgliederversammlung des SKM – Kath. Verein für soziale Dienste im Kreis Rastatt e.V. Das Jahr 2017 stand beim SKM ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens.

Am 31. März 2017 folgte Egon Schempp einer Einladung des CKD-Diözesanverbandes zur Delegiertenversammlung im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt.

Der Vorsitzende Egon Schempp und Roland Daniel nahmen am Samstag, 1. April, und Sonntag, 2. April 2017, an der zweitägigen Frühjahrstagung im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt teil. Am Samstagvormittag hielt der Diözesanvorstand seine Sitzung ab. Nach dem Mittagessen ging Pfarrer Markus Duchardt in seinem Vortrag mit dem Thema „Die Ökumene der Kirchen – Der Weg zu einer versöhnten Verschiedenheit" auch auf die Unterschiede in der katholischen und evangelischen Kirche ein. Dem Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Am Spätnachmittag berichtete der Diözesanvorsitzende Dr. Könczöl über die Ökumene in der Welt-Vinzenzgemeinschaft. Am Sonntagmorgen zelebrierte Pfarrer Markus Duchardt die Hl. Messe. Im Anschluss tagte der Diözesanrat mit turnusgemäßer Neuwahl des gesamten Vorstands.

Der Vorsitzende Egon Schempp nahm am 28. April 2017 als Vertreter der Vinzenzkonferenz an der Gemeindeteam-Sitzung und am sogenannten „Runden Tisch" teil.

Der Vorsitzende Egon Schempp und Roland Daniel beteiligten sich am 8. Mai und am 2. Oktober 2017 am „Offenen Arbeitskreis Seniorenseelsorge Bühl", der von Pastoralreferent Heribert Scherer geleitet wird. Schwerpunktmäßig ging es im Frühjahr um das Thema „Selige Schwester Ulrika Nisch – Was uns ihre leise Stimme heute sagt" und im Herbst um das Thema „Die Würde bleibt! – Menschen mit Demenz begegnen".




Der Vorsitzende Egon Schempp nahm am Sonntag, 22. Oktober 2017, an der Vertretertagung in Freiburg teil. Gastgeber war die Vinzenzkonferenz der Pfarrei St. Cyriak und Perpetua. Nach der von Pfarrer Duchardt zelebrierten Messe begrüßte der Diözesanvorsitzende Dr. Könczöl die Gäste im Gemeinde-Zentrum St. Franziskus und überbrachte auch Grüße von Weihbischof Michael Gerber. Danach folgte der Vortrag von Diakon Bernhard Schuler von der SE Freiburg-Wiehre – Günterstal zum Thema „Bestattungskultur im Wandel – Herausforderung für die kirchliche Trauerpastoral und Begräbnisliturgie". Dem Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an. Nach dem Mittagessen fand die Sitzung des Diözesanrats statt. Neben der Abwicklung von Regularien wurde informiert, dass Monsignore Bernhard Appel am 9. November 2017 als Diözesan-Caritasdirektor verabschiedet wird. Sein Nachfolger wird der bisherige Leiter der Kath. Akademie in Freiburg, Pfarrer Thomas Herkert.

4 Vinzenzbrüder beteiligten sich am 24. November 2017 an der vom Männerkreis veranstalteten Bus-Wallfahrt nach Todtmoos und St. Blasien. Vinzenzbruder Reinhard Loeper hatte die Wallfahrt geplant und organisiert und Pastoralreferent Heribert Scherer hatte die geistliche Begleitung übernommen. Heribert Scherer stimmte die Wallfahrer mit einem von ihm eigens konzipierten Gebets- und Liederheft schon auf der Hinfahrt auf die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von Todtmoos ein. Zur weiteren Information ließ er Dokumentationen und Reiseführer mit den Sehenswürdigkeiten von Todtmoos und St. Blasien durch die Sitzreihen gehen. Vor der Wallfahrtskirche in Todtmoos begrüßten Wallfahrtsdirektor Pater Roman und die Kirchenführerin, Frau Dr. Freitag, die Bühler Gruppe sehr herzlich. Bei einem Rundgang wurden die Wallfahrer über die Geschichte dieses Kleinods und Gnadenortes informiert. Danach wurde das ehemalige Paulinerkloster (heute Pfarrhaus) besichtigt. Mit einer Andacht zur Gottesmutter in der Wallfahrtskirche, gestaltet von Pastoralreferent Scherer, der die Lieder mit der Gitarre begleitete, endete der Besuch in Todtmoos. Nach dem Mittagessen im Kurhaus in Bernau steuerte der Bus das nahe gelegene St. Blasien mit der ehemaligen Abteikirche der Benediktinerabtei St. Blasien an. Die Abtei war im 18. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der Wissenschaft. Nach Dombesichtigung und Café-Besuch wurde die Heimreise angetreten. Mit einem Abendgebet von Pastoralreferent Scherer und dem Dank an alle, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen haben, ging die erlebnisreiche Wallfahrt zu Ende.

Der Vorsitzende Egon Schempp vertritt unsere Vinzenzkonferenz im Diözesanvorstand, seit 2012 als stellvertretender Vorsitzender. Er hat im Jahr 2017 an vier Sitzungen des Diözesanvorstands teilgenommen.

Die Vinzenzbrüder Gebhard Barth (im Jahr 2017 noch zeitweise) und Roland Daniel haben etwa einmal im Monat im Veronikaheim einen vinzentinischen Dienst geleistet. Sie brachten die Rollstuhlfahrer, die gehbehinderten Bewohner und alle, die Hilfe und Begleitung benötigen, zum sonntäglichen Gottesdienst in den Mehrzweckraum und begleiteten sie danach wieder auf ihre Zimmer.

Die Konferenzmitglieder beteiligen sich an Veranstaltungen der Pfarrgemeinde und des Klinikums Mittelbaden.

Spenden an Alten- und Pflegeheime:

Der Vorsitzende Egon Schempp und Roland Daniel haben am 5. Dezember 2017 aus Mitteln des Vereins Gemeindecaritas Bühl e.V. je 500,00 Euro als Spende zur Unterstützung besonders bedürftiger Heimbewohner an die jeweilige Heimleitung des Veronikaheims, des Schwarzwald-Wohnstifts und des Erich-Burger-Heims übergeben.



...85 Jahre Bühler Vinzenzkonferenz 
1931 -2016

(relo) Anlässlich des 85. Jahrestages der Gründung unserer hiesigen Vinzenz-Konferenz,  fand der diesjährige Vertretertag der Vinzenz-Konferenzen der Erzdiözese Freiburg am vergangenen Sonntag, im Kloster der Dominikanerinnen in Neusatzeck statt.

Nach dem Frühstück versammelten sich die Teilnehmer aus den Konferenzen Karlsruhe, Freiburg, Achern und Bühl zur Hl. Messe in der Klosterkirche, die von Pfarrer Markus Duchardt, seines Zeichens Diözesanpräses der Vinzenzkonferenzen und Leiter der Stabsstelle für Grundsatzfragen der Caritastheologie und Ethik im Caritasverband der Erzdiözese, zelebriert wurde.
Pfarrer Duchardt stieg in seiner Predigt tief in das vielfach falsch verstandene Gleichnis vom "Ungerechten Richter und der Witwe" ein (Lk 18,1-8). Im Gegensatz zu dem weltlichen Richter mit all seinen menschlichen Schwächen, bräuchte Gott   von uns Menschen nicht andauernd gebeten werden, in einer Sache dringend aktiv zu werden, denn er wüsste lange vor unserer Bitte, was gut für uns alle wäre. Mit dem Gebet sollten wir uns vielmehr im Herzen ganz öffnen, um Gottes Hl. Willen darin zu erkennen.   

In der Matinée ging Pastoralreferent Heribert Scherer auf die menschliche und göttliche Barmherzigkeit ein.  Die Barmherzigkeit sei für alle Vinzenzbrüder und Schwestern eine tägliche Herausforderung bei ihren Krankenbesuchen. Nur Gott und die nach seinem Abbild geschaffenen Menschen hätten diese Gabe.

Nach dem Mittagessen trat die Vertreterversammlung zusammen, in der sich die Mitglieder über die aktuellen organisatorischen Maßnahmen, aber auch über zukünftige Wegweisungen der Vinzenzbewegung auf Diözesan-,  Bundes- und internationalen Ebene  informieren konnten.  
Mit Kaffee und Kuchen beendete man einen ausgefüllten  und sehr informativen Sonntag.


einige Impressionen hier