Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Schwestern und Brüder,

dieses Leitwort aus dem ersten Petrusbrief haben die beiden Gemeindeteams von St. Peter und Paul Bühl sowie St. Maria Kappelwindeck als Jahresmotto ausgewählt. Die Pandemie, die so vieles zum Stillstand bringt und unsere Ängste weckt, hält uns nach wie vor in Atem - wie auch alle Umbrüche in unserem privaten wie gemeindlichen Leben. Paulus schreibt uns dazu: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei…“ (1 Kor 13,13)

Und der erste Petrusbrief erläutert, was letztlich der Grund unserer Hoffnung ist: „Gott hat uns in seinem großen Erbarmen neu gezeugt zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten… Deshalb seid Ihr voll Freude, wenn es für kurze Zeit jetzt sein muss, dass Ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet… Macht Euch bereit! Seid nüchtern und setzt Eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die Euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird!... Durch Christus seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass Ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt… Darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben!“ (vgl. 1 Petr 1,3-25)

Was für ein Zuspruch, der uns tröstet, befreit und ermutigt! Mitten hinein in unser Suchen und Fragen; in alle Ängstlichkeit, Mutlosigkeit und Hilflosigkeit; in unsere Ich-Bezogenheit und Selbstbespiegelung; in alles, was uns beugt und lähmt: Jesus Christus als Grund unseres Glaubens, Hoffens und Liebens – was für ein Evangelium, was für eine frohmachende Botschaft! Lothar Zenetti hat es einmal in folgenden Worten auf den Punkt gebracht: „Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter. Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer. Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“ Dass wir das immer wieder neu und voller Freude mitten in unserem Alltag erfahren können, wünscht Ihnen und Euch mit einem herzlichen Gruß von unseren Gemeindeteams wie dem gesamten Seelsorgeteam

Ihr und Euer Pastoralreferent

P.S.: Welche Erfahrungen und Bilder, Gedanken und Gefühle kommen Ihnen und Euch bei unserem aktuellen Jahresmotto in den Sinn? Was verbinden Sie mit dem Begriff und der Grundhaltung der Hoffnung? Über Ihre Rückmeldungen, Texte und Bilder (an die Mailadresse scherer@pfarrei-peter-paul.de) freuen wir uns!

Wir erhielten am 13. Januar 2021  folgenden Beitrag zu diesem Thema:

" Wenn ich auf die letzten Monate zurückschaue, sind sie geprägt von Problemen mit meiner Gesundheit. Bessert sich das eine, kommt etwas Neues dazu. Und dann die Hoffnung: Im neuen Jahr gibt es einen neuen Anfang und alles wird besser. Schon am Neujahrstag kam dann das nächste Problem, das behandelt werden muss. Dazu gibt es zusätzlich noch andere (nicht gesundheitliche) Dinge in meiner Umgebung zu klären, die mir eine schlaflose Nacht bescherten. Das Jahr ist noch keine 2 Wochen alt, da taucht an einer anderen Stelle im Körper noch eine „Baustelle“ auf. Ich habe das Gefühl, dass ich das alles jetzt nicht mehr schaffe und am Ende meiner Kräfte bin.

Im Gebet bitte ich Gott inständig um Hilfe: „Meine Augen blicken ermattet nach oben: Ich bin in Not, Herr; steh mir bei!“ (Jesaja 38,14)Kurz darauf ruft eine Freundin an, hört zu und baut mich auf. Es ist noch nicht alles gut; aber ein Anfang. Später bekomme ich noch einen Anruf, wo mir jemand wirklich zuhört – auch das tut gut. Ich bin nicht allein; menschliche Engel nehmen Anteil an meinen Problemen. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben. Es gibt liebe Menschen um mich und es gibt Gott, dem ich auch mein Leid klagen kann. Ein LICHT schimmert am Ende des Tunnels.
Eines der Lieder, die ich sehr mag und schon lange immer wieder singe, macht mir auch jetzt Mut (Gotteslob Nr. 365; Liedruf aus Taizé):

 

„Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht.
Christus, meine Zuversicht,
auf Dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht.“

 

....am 18. Januar  (ein Gebet)

Mein Gott, lass mich glauben, was unglaublich scheint.
Hoffen, wo keine Hoffnung besteht.
Danken, wo Undank nach Worten schreit.
Lieben, wo Lieblosigkeit und Hass regieren................

....am 21. Januar  (Beitrag von Hermann W. Seiler)

"In diesen Zeiten der von Schwernissen, Not, Elend und Tod gekennzeichneten, weltweiten, Pandemie vermittelt mir das Leitwort aus dem ersten Petrusbrief (ca. 60-70 n. Chr.), das Ihr nach bestem Wissen und Gewissen zum Jahresmotto unserer Pfarreien gemeinsam erwählt habt, Vertrauen, Hoffnung, Zuversicht und Stärke"............

mehr hier....

......am  3. Februar 

Frau Elsa Krauth aus Kappelwindeck, freut sich über den Seniorenbrief.
Das Bild hat ihre Tochter Christine Bongartz aufgenommen.
Beide sind mit der Veröffentlichung gerne einverstanden.

 


..........am 11. Februar  (Autor nicht genannt)

H Halt geben – Heimat - Humor

O Ostern – Orientierung -Optimismus

F Fester Anker - Froh werden - Frieden

F Freundinnen – Freunde - Fürsorge

N Nicht verzagen – Neubeginn - neue Wege

U Urvertrauen – Ungewissheit - Ungeduld aushalten

N Nachspüren - Neu-Ausrichtung - Not-Wenden

G Gottvertrauen – Glaube - Geschenk

 


26. März 2021

Gedanken zu unserem Jahresmotto: „... damit ihr Hoffnung habt“

Anlässlich unseres Peru-Partnerschafts-Sonntags am 7. März 2021 fragte die Vorsitzende des Perukreises, Christiane Maurer, einige Gemeindemitglieder unserer Partnergemeinde, was für sie in dieser schwierigen Zeit Hoffnung bedeutet:

Eine junge Studentin, Lucero De la Cruz, antwortete wie folgt:

„Die Hoffnung ist es, die uns Tag für Tag aufwachen und daran glauben lässt, dass die Dinge besser werden. Es ist dieser Impuls, der uns hilft, trotz aller Probleme weiterzumachen, und sie ist es, die viele optimistisch bleiben lässt. Sicherlich sagen viele, dass diese Pandemie uns verletzlicher gemacht hat, aber das ist nicht ganz richtig. Ich denke, sie hat uns stärker gemacht. Ich habe den Mut von Tausenden von Menschen gesehen, ich habe großartige Beispiele von Solidarität gesehen und ich kann nur sagen, dass wir gemeinsam besser sind, dass wir diesen Virus überwinden können. Aber es liegt an uns allen, dafür zu kämpfen, ohne den glauben zu verlieren. Gott hat uns die Gabe der Tapferkeit gegeben, und gerade in diesen Zeiten müssen wir sie in die Tat umsetzen, egal wie schwierig es auch erscheinen mag. Helfen wir unserem Nächsten, geben wir denen Hoffnung, die kurz davor sind, aufzugeben, sind wir einfühlsam, schätzen wir unser Leben und beten wir vor allem für unser aller Wohlergehen.“

Maria Fajardo Mina, die sich besonders für die Partnerschaft engagiert, schrieb:

„Das Geschenk der Hoffnung lehrt uns, Menschen zu sein, die auf Gott vertrauen. Hoffnung als Zeichen der Geschwisterlichkeit, der Verbindung untereinander. Hoffnung ist die Fähigkeit, das Leben in all seiner Fülle zu leben, Gott für seine Liebe zu danken, sich selbst und anderen gegenüber dankbar zu sein. Hoffnung ist die Fähigkeit, für eine bessere Welt zu beten, zu träumen, dass sich mehr Menschen für unser gemeinsames Haus und die Schöpfung einsetzen.“

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 Desweiteren hat uns dieser Tage folgender Besinnungstext zu unserem Jahresmotto erreicht:

 

Aufblicken zwischen Verzweiflung und Hoffnung

Darauf kannst Du Dich verlassen:

Hoffnung wächst nicht in den Himmel,

Liebe bewahrt nicht vor Leid,

Vertrauen schützt nicht vor dem Tod.

Alle Wege führen zum Grab.

 

Am Grab beginnen alle Wege neu:

Vertrauen überdauert den Tod,

Liebe überwindet das Leid,

Hoffnung wächst in den Himmel.

Darauf kannst Du Dich verlassen: Ostern!

(Eleonore Beck)